Konzept Burschenarbeit

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Unsere Haltung

Im Institut für Männergesundheit Salzburg sehen wir Burschenarbeit grundsätzlich unter drei wesentlichen Herausforderungen:

  1. Den Burschen als Heranwachsenden sollen positive Perspektiven auf die Erwachsenenwelt im Allgemeinen und auf Männlichkeit im spezifischen aufgezeigt werden. Dies kann nur durch klares, eindeutiges und verstehbares Vorleben geschehen.
  2. Ein guter Workshop mit Burschen war es für uns dann, wenn es für die Teilnehmer möglich war, in einem gut aufgebauten, vertrauensvollen Setting Antworten auf Fragen bekommen zu haben, die sie wirklich beschäftigten.
  3. Burschenarbeit ist vor allem eine Frage der Haltung sowohl gegenüber den Burschen als auch gegenüber uns selbst und unserer Umwelt, die wir als Referent*innen einnehmen.

Burschen haben viele Themen, die sie in der Schule und leider oft auch mit ihren Eltern nicht bearbeiten können. Die Themenpalette ist breit gestreut: Männlichkeit/männliche Identität; Rollenbilder; Partnerschaft; Beziehung; Liebe; Verantwortung/Verhütung; Freundschaft; körperliche Veränderungen; Körperhygiene; Ausbildung/Beruf; Gesellschaft; Gruppenformung; Ernährung, Suchtmittel, Alkohol, Zukunftsplanung und -ängste, Gewalt, Integration und Zuwanderung. Uns geht es darum, in unseren Workshops Räume herzustellen, in denen genau diese Themen bearbeitet werden können. Dabei ist vor allem Vertrauen wichtig, und es ist entscheidend, dass die Workshops von Personen geleitet werden, die nicht zum Lehrkörper gehören. 

Für uns ist wichtig, im Vorfeld mit den Lehrer*innen die Problemlage genau herauszuarbeiten und ein demensprechendes Programm zu erstellen. Wir stellen dabei fest, dass diese Auseinandersetzung mit dem Thema unter unserer Anleitung auch für die Lehrpersonen sehr hilfreich ist. Wir bieten also nicht nur den Burschen, sondern auch ihren Lehrer*innen Unterstützung und Hilfe.

Die Nachfrage an Burschenarbeit beurteilen wir als enorm, allerdings mussten wir sehr oft feststellen, dass die Umsetzung immer wieder auf finanzielle Schwierigkeiten stößt.

Was wir mit unseren Workshops erreichen wollen

In einem geschützten Rahmen soll den männlichen Jugendlichen Gelegenheit gegeben werden frei über Erwartungen, Pflichten, Tabus und Problematiken ihrer geschlechtsspezifischen Sozialisation zu reflektieren. Wir erwarten uns davon, dass sich die Jugendlichen in dieser Zeit intensiver mit sich selbst und ihrer Rolle als werdender Mann auseinandersetzten und ein Überdenken ihrer aktuellen Einstellungen und Verhaltensweisen erfolgt.

Wir möchten auch weiterhin mit unseren Burschenworkshops …

  • … die Burschen partnerschaftlich und sicher machen,
  • … ihnen die Gelegenheit geben, in einem geschützten Rahmen an ihren Themen zu arbeiten
  • … die Lehrer*innenentlasten, indem wir die heißen Themen aufgreifen
  • … den Burschen die Möglichkeit zu einer guten Entwicklung geben
  • … die Atmosphäre in der Schule verbessern und das gute Miteinander fördern
  • … bei den Langzeitprojekten eine Blick auf die relevanten Systeme (Lehrer*innen, Eltern) werfen und auch mit diesen arbeiten.

Sechs wesentliche Aspekte für unsere Workshop- Arbeit

Wir beziehen uns in unserer Arbeit auf sechs wesentliche Aspekte:

1. Ganzheitlichkeit/ Personenzentriert:

Die Workshops sind ganzheitlich und zentrieren sich auf die teilnehmenden Burschen. Wahrnehmung, Kommunikation und Bewegung stehen unmittelbar in Verbindung. Diese Aktionen sind gleichwertig und finden gleichzeitig statt. Wir in unseren Workshops versuchen immer den Menschen als Ganzes zu betrachten. Dadurch wollen wir erreichen, dass sich die Burschen verstanden und ernst genommen fühlen.

2. Beziehungsaspekt:

Unsere Wahrnehmung ist eingebettet in kommunikative Beziehung mit anderen Menschen. Deshalb ist für uns wichtig, dass unser Workshop-Leiter*innen in kurzer Zeit eine möglichst tragfähige Beziehung aufbaut. Der erste Schritt hierzu ist Empathie, Respekt, Gleichwertigkeit. 

3. Klarheit und Eindeutigkeit:

Begegnungen im Rahmen eines Workshops sollen immer eindeutig sein. Sowohl in der Wahrnehmung als auch in der Kommunikation. Die Burschen werden dort abgeholten, wo sie gerade stehen. Während des Workshops gibt es die Möglichkeit die Aktivitäten an den Bedürfnissen der Burschen anzupassen. So können sich entwickelnde Themen oder Fragen bearbeitet werden. Es soll ein wertfreier Raum geschaffen werden, in dem ungehemmt über die wichtigen Themen des Lebens kommuniziert werden kann. 

4. Übertragung und Anwendung:

Durch alltagsnahe und praxisorientierte Beispiele und Übungen gelingt eine rasche Übertragung und Anwendung der Workshop-Inhalte. Ziel ist es das Erlernte direkt in den Alltag der Burschen zu übertragen. Durch die Bemühungen der Workshop-Leiter sollen Vernetzung sowie Klarheit über das vermittelte Thema entstehen. 

5. Individualisierungsprinzip:

Jeder Mensch hat seine eigene Persönlichkeit, seine persönlichen Bedürfnisse und individuelles Handeln. Eine Stärke von uns ist, dass wir auf jeden Burschen eingehen und ihm Raum für seine Persönlichkeit bieten. 

6. Aktivierungsprinzip / Lösungsorientiert:

Durch Ermutigung und Anerkennung versuchen wir, dass sich die Burschen bei uns motiviert fühlen und aktiv mitarbeiten. Die Burschen sollen angeregt werden sich einzubringen und den Workshop aktiv mit ihrem „tun“ zu beeinflussen. 

Umsetzungsebenen unserer Workshops

Wir möchten unser Projekt auf drei Ebenen umsetzen:

Anlassbezogen: Workshops für Schulen die konkret aus bestimmten Anlässen angefragt werden (Männliche Identität, Gewaltprävention, Mobbing, Sexualität, Suchtverhalten, Risikoverhalten, etc. …)

Burschengesundheit, Partnerschaftlichkeit und Lebensplanung: Kooperation gemeinsam mit dem Frauengesundheitszentrum (FGZ) sowie KOMPASS Bildungsberatung für Mädchen.

Kontinuierliche Begleitung von Schulen: Wir möchten Schulen (Land und Stadt) über einen längeren Zeitraum bei den gewünschten Entwicklungen begleiten.

Unsere Workshops halten wir inzwischen für Burschen im Alter von 8 und 18 Jahren ab. Der Zeitrahmen des Workshops beträgt 2 – 5 Stunden, wobei die maximale Gruppengröße 16 Teilnehmer nicht überschreiten sollte beziehungsweise sollte in diesem Fall ein zweiter Workshopleiter/eine zweite Workshopleiterin herangezogen werden. Unser Konzept sieht vor, die Burschen über einen (spielerischen) Einstieg für das Themenangebot zu begeistern, der weitere Ablauf der Workshops richtet sich nach der jeweiligen Thematik. 

Einstiegsphase

Die wichtigsten Ziele der Einstiegsphase sind:

  • Die Burschen und die Workshop-Leiter haben gemeinsam die Rahmenbedingungen und Regeln für den Workshop geklärt. Diese schaffen Sicherheit und Transparenz und ermöglichen einen offenen und ehrlichen Austausch
  • Der Kontakt zwischen Burschen untereinander sowie zu den Workshop-Leiter*innen ist hergestellt
  • Die entsprechenden Themen wurden eingeführt

Arbeitsphase

In der Arbeitsphase gehen wir je nach Alter und Intellekt der Teilnehmer differenziert vor. Im Bereich der Volksschulen und sonderpädagogischen Einrichtungen präferieren wir einen eher spielerischen und bewegungsorientierten Ansatz. Im Altersbereich von 12 bis 15 Jahren versuchen wir Inhalte ebenfalls mittels spielerischer, in diesem Bereich durchaus auch kompetitiver Ansätze zu transportieren. Im Altersbereich bis 18 Jahren sollte eine eher inhaltlich orientierte Vorgehensweise zur Anwendung kommen. 

Ausstiegsphase

Abschließend beinhalten die Zielsetzungen einer Ausstiegsphase aus dem Workshop folgendes:

Die Burschen haben…

 Der theoretische Ansatz zur Integration dieses vielfältigen Themenspektrums beruht auf dem Konzept der TZI (Themen-Zentrierten-Interaktion) von Ruth Cohn. TZI setzt Strukturen im Gruppenprozess, die dynamisches Gleichgewicht (dynamic balance) zwischen den verschiedenen Bedürfnissen des Einzelnen, der Interaktion der Gruppe und deren Aufgabe anstreben (Ich-Wir-Es-Balance) und das Umfeld (Globe) – im engsten und weitesten Sinn stets mit berücksichtigen. TZI geht von Grundvoraussetzungen aus, ohne die das System in nicht zusammenhängende Techniken zerfallen würde: Die Autonomie des Menschen ist umso größer, je bewusster er seine soziale und universelle Interdependenz anerkennt und aktiviert. Dies ist gerade bei der Arbeit mit jungen Männern und pubertierenden Burschen von besonderer Bedeutung, da die Suche nach der eigenen Position in Relation zum sozialen Umfeld ein sehr wichtiges Thema ist und zugleich oft das Verhalten steuert. Mit diesem theoretischen Hintergrund ist uns ein Modell gegeben, dass es uns ermöglicht, die für die Durchführung einer auf TZI basierenden Gruppenarbeit nötigen Regeln des Umgangs miteinander aufzustellen, die alle einhalten müssen und so zu einem dynamischen Gruppenerlebnis führen. 

  • … ihre Erfahrungen, die sie im Workshop gemacht haben, reflektiert
  • … sich in einer Feedback- und Abschlussrunde untereinander und mit den Leiter*innen ausgetauscht

Gruppendynamik

Der wichtigste Grund für die Einbindung der TZI in unsere Arbeit ist jedoch die Offenheit der Methode. So ist es uns möglich, als Moderatoren in der direkten Interaktion mit der Gruppe jenes Thema herauszuarbeiten, das gerade in der Gruppe als am dringlichsten erlebt wird. Mit unserem flexiblen Konzept können wir in weiterer Folge direkt auf die so erarbeiteten Anliegen eingehen. Dadurch vermeiden wir ein „vorgefertigtes“ Herangehen an die Gruppe, welches eine sinnvolle und fruchtbare Zusammenarbeit verhindern würde. Denn für uns ist die Burschenarbeit in erster Linie von der Frage der Haltung bestimmt, von der Haltung gegenüber den Burschen aber auch gegenüber uns selbst als erwachsene Männer, die den Pubertätsprozess schon hinter uns haben. Wir sehen die jungen Männer als Suchende, die ihre ganz persönlichen Fragen an uns haben und die wir beim Weg zum Erwachsenen ein Stück begleiten dürfen.

Workshop-Themen

Aus unseren Erfahrungen in der offenen Jugendarbeit und am Institut für Männergesundheit stellen wir fest, dass männliche Jugendliche auf ihrem Weg ins Erwachsenenalter mit einer Vielzahl von brennenden Themen konfrontiert sind. Ziel unseres Workshops ist, eine vertraute Atmosphäre herzustellen und mit den Jugendlichen gemeinsam Lösungsansätze zu erarbeiten. 

In der Zeit der Pubertät (12-16 Jahren) neigen viele Burschen zu einem Stil der externalisierten Problemverarbeitung. Dieser zeigt sich in einer exzessiven und selbstgefährdenden Lebensweise die sich in vielen Lebensbereichen wie Alkohol bzw. Suchtverhalten, Sexualität, Risikoverhalten, Gewalt etc. äußert. Die Notwendigkeit dieser Tendenz entgegenzuwirken wird uns nicht zuletzt in den tagtäglichen Medienberichten aufgezeigt.

Wir bearbeiten folgenden Themenstellungen in unseren Workshops:

  • Gesundheit/Sexualpädagogik/Ernährung
  • Männlichkeit/Selbstbild
  • Gewaltprävention/Gruppenformung/Mobbing
  • Partnerschaft/Beziehung/Liebe/körperliche Veränderungen
  • Berufswahl/Zukunftsfragen/Zukunftsplanung

Workshop Gesundheit/Sexualpädagogik/Ernährung

Burschen und Männer verfügen über viele Ressourcen, die wir in unseren Workshops fördern. Wir berücksichtigen die Vielfältigkeit Burschen und begleiten sie auf dem Weg in ein stabiles, kraftvolles und gesundes Leben. Daneben ist es uns wichtig, dass wir sie auf die „patriarchale Dividende“[1] hinweisen. Als gesundheitstheoretische Grundlage arbeiten wir auf Basis der Salutogenese nach Antonovsky (Sense of Cohernce) und wir legen unserem Ansatz die Definition der WHO (1986) von Gesundheit zu Grunde, die im Wesentlichen die drei Dimensionen physische, psychische/seelische und soziale Gesundheit umfasst.

Die drei Ziele unsere Arbeit sind: 

  • Stärkung der Ressourcen 
  • Gesundheitsförderung 
  • Stärkung der Gesundheitskompetenz 

Bei der Bearbeitung dieser Themen sollte die grundsätzliche Balance zwischen den Polen „Diversität von Männlichkeit“, Kosten von Männlichkeit sowie „Privilegien von Männlichkeit“ beachtet werden. 

Als Arbeitsthemen identifizieren wir: 

  • Pubertät und Sexualität
  • Stress im Schulalltag
  • Körperbezug und hier insbesondere das Thema Ernährung
  • Umgang mit Drogen und Alkohol 
  • Risikoverhalten 
  • Häusliche Gewalt (als Täter und als Opfer)
  • Beziehungsprobleme (Peer-Group, Freundin)
  • Arbeitslosigkeit der Eltern
  • Trennung / Scheidung der Eltern

Die konkreten Arbeitsthemen werden vorab mit den Lehrer*innen abgeklärt. 

Workshop „Männlichkeiten/Erwachsen werden“

In diesem Workshop können inhaltlich folgende Thematiken mit den Burschen bearbeitet werden: Männlichkeit; Rollenbilder; Beziehung; Liebe; Verantwortung/Verhütung; Freundschaft; körperliche Veränderungen; Körperhygiene; Ausbildung/Beruf; Gesellschaft. Dazu können und sollen die Workshop-Leiter*innen auf einen vielfältigen Methodenpool zurückgreifen der sich nicht zuletzt auch aus den jeweiligen Grundberufen beziehungsweise Ausbildungen der jeweiligen Workshop-Leiter*innen speist.

Workshop „Umgang mit Konflikten und Gewaltprävention“

Gewalt und übersteigerte Aggression haben eine eigene Dynamik, die oft in ein unkontrollierbares Stadium gerät. Bis es jedoch dazu kommt durchläuft eine potenziell gewalttätige Situation bzw. Beziehung eine Reihe von Stadien und Muster. Je besser diese Zyklen bekannt sind, desto eher kann die Situation abgeschätzt und in das Geschehen an den richtigen Stellen eingegriffen werden. 

Daher wird in diesem Workshop versucht folgende Elemente aufzugreifen:

  • Besprechen schon selbst erlebter Situationen, und auch, wie es den Betroffenen dabei ging.
  • Klären des oft sehr diffusen und Angst machenden Gefühls der Ohnmacht in dieser Situation.
  • Analyse der erlebten Gewaltsituationen, daraus Ableitung bzw. Entwicklung eines allgemeinen Modells.
  • Möglichkeiten der Intervention: Genaueres Besprechen jener Stadien im „Gewaltzyklus“, in denen noch eingegriffen werden kann. 

In dieser Einheit geht es nicht darum die Burschen mutiger zu machen oder zu einer höheren Bereitschaft zum Eingreifen zu bringen. Entscheidend ist es, dass die Teilnehmer mehr Selbstsicherheit und innere Ruhe gewinnen, indem sie mit Gewaltsituation besser und vor allem reflektierter umgehen können. Denn es ist prinzipiell besser, einer schon eskalierten Gewalt-Situation aus dem Weg zu gehen.

Workshop „Berufswahl/Zukunftsfragen/Zukunftsplanung“

Dieser Workshop hat die Schwerpunkte Berufswahl, Männlichkeit, Lebensplanung, Zukunftsfragen und -planung zum Inhalt und basiert auf unseren langjährigen Erfahrungen als Regionalverantwortliche des Boys‘ Day in Salzburg. Dieser Workshop soll einen Beitrag zu folgenden Bereichen leisten einen Beitrag dazu, dass …

  • … die Burschen bei der Erweiterung ihres Berufswahlspektrums unterstützt werden
  • … die Burschen dafür sensibilisiert werden, dass sich die Berufsauswahl nicht an Geschlecht, sondern an Kompetenzen und Interessen orientieren sollte
  • … die Burschen bestehende männliche Rollenbilder hinterfragen und gegebenenfalls erweitern
  • … die Burschen sich mit ihrer eigenen Männlichkeit auseinandersetzen
  • … die eigenen Stärken und Lebenskompetenzen der Burschen – sowie deren Ausbau – gefördert werden
  • die Burschen unterstützt werden, ihre individuellen Lebensentwürfe reflexiv zu entwickeln

Workshop „Bewegung und Fairness“

Die Einheit „Kooperation, Fairness und Bewegung!“ umfasst Kooperationsspiele beziehungsweise auch Wettkampfspiele und hat das Einhalten von Regeln sowie die Vermittlung von Fairness und Respekt zum Ziel. Diese Konzeption kommt vor allem in den Bereichen der Volksschulen sowie sonderpädagogischen Zentren zum Einsatz. Wir gehen dabei auch davon aus, dass sich die teilnehmenden Burschen gerne bewegen und danach wieder zu einer inneren Ruhe kommen, um die wesentlichen Inhalte des Workshops aufnehmen zu können.  

Burschenarbeit an Volksschulen

Die intellektuelle Aufnahmefähigkeit der Teilnehmer bedingt eine Rücksichtnahme auf den Ablauf der Workshops. In Kooperation zwischen der Fachstelle für Burschenarbeit sowie den Workshop-Leitern konnten wir soweit ein altersadäquates Programm unter dem Titel „Kooperation, Fairness und Bewegung!“ entwickeln. Inhaltliche Eckpunkte stellen dabei Kommunikationsregeln, Kooperationsspiele, verbale Notwehr (Schlagfertigkeit) sowie kontrolliertes Raufen mit Regeln dar. Dies ist als Ergänzung beziehungsweise als Adaption des dargestellten Ansatzes zu verstehen 

Burschenarbeit an sonderpädagogischen Einrichtungen

Der/die Workshop-Leiter*in ist darauf bedacht stets bedürfnisorientiert, respektvoll und voraussetzungslos die Workshops über ein ausgewähltes Thema zu begleiten. Diese gemeinsame Zeit soll genützt werden um die persönliche Entwicklung der Burschen anzuregen und zu fördern. Der/die Workshop-Leiter*in gibt Impulse die Interesse wecken sollen sich intensiver mit den gemeinsam erarbeiteten Erkenntnissen zu beschäftigen. 

Es werden klarstrukturierte Angebote vermittelt welche den jeweiligen Verständnis und Bedürfnissen des Menschen entsprechen. In Folge dessen soll dies zu einer Weiterentwicklung des Themas beitragen. Durch die gewählten Methoden sollen positive Erfahrungen zu dem jeweiligen Thema gemacht werden sowie ein freudvolles Lernen begünstigt werden.


[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Hegemoniale_Männlichkeit